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Hetman Mazepa in westeuropäischen quellen, 1687—1709 - Реферат

ber Mazepa verffentlichten nicht nur die bekannten deutschen Zeitschriften, wie in Nrnberg: Neu-erffneter Historischer Bilder-Saal, in Frankfurt: Theatrum Europaeum", sondern auch die westeuropische Presse, wie z.B. die Gazette de France, die Londoner Zeitschriften Modern History, or a Monethly Account of all Considerable Occurances, The London Gazette, The Daily Courant, The Post-Man, The Post-Boy, The Flying-Post und andere. Sogar auf dem amerikanischen Kontinent hie es in dem Boston News-Letter vom Januar 22—29, 1705, Nr.41: „... the Cossacks Commanded by the famous Mazeppa". Mazepa war zweifellos ein ungewhnlicher Mann, der nicht nur in der Ukraine berhmt, sondern auch eine widersprchliche Figur in der Weltgeschichte war. Die Crux der Kontroverse liegt sowohl in der Frage nach Mazepas Charakter (Egoismus, Wunsch nach Macht, Rachsucht, Machiavellismus etc.) als auch in der Frage, ob er den schwedischen Knig Karl XII. in die Ukraine einlud oder nicht, und ob er ihm dann die vorher versprochene Hilfe doch nicht gewhrte.

Schlielich sollte noch ein Detail herausgearbeitet werden, nmlich die Schreibweise des Namens Mazepa. Es ist weithin anerkannt, da sein Name mit zwei „p" geschrieben wurde, was, wie an Hand von Mazepas Briefen festzustellen ist, die seine eigene nur mit einem „p" geschriebene Signatur tragen, nicht der historischen Tatsache entspricht. Auf dieses Detail hatte bereits James Millington hingewiesen, als er „Mazeppa: La legende et l'histoire" von Melchior de Vogs ins Englische bersetzte.

Fast alle Historiker stimmen darin berein, da Mazepa ehrgeizig und unabhngig gesinnt war, trotzdem war er dem Zaren gegenber loyal. Mazepa schlug verschiedene gnstige Angebote des polnischen Knigs aus. Aber bald fand Mazepa ausreichende Grnde, dem Zaren zu mitrauen.

1707 befahl der Zar Mazepa, den Teil der Ukraine, der auf der rechten Dnjeperseite war, den polnischen Magnaten zu bergeben, die seinen Verbndeten August II. untersttzten.

Darber hinaus erfuhr Mazepa, da der Zar den autonomen Status des Hetmanstaates zu beseitigen beabsichtigte, um ihn dem russischen Reich einzugliedern. Durch diesen Schritt wrden die Kosaken von der russischen Armee absorbiert und die Kosakenoffiziere (Staršyna) wrden arretiert und nach Sibirien verbannt werden.

Weiterhin weigerte sich der Zar, Mazepas Bitte um militrische Hilfe gegen einen mglichen schwedischen Angriff zu erfllen. In der Tat drckte der Zar seine Ablehnung auf dem Kriegsrat in Zovkva im April 1707 mit diesen Worten aus: „... ich kann Euch weder zehntausend noch zehn Mann geben. Verteidigt Euch so gut Ihr knnt...". Aber viele von Mazepas Regimentern waren in . des Zaren Diensten anderswo eingesetzt. Der Rest reichte nicht zur Verteidigung aus. Deshalb hatte Mazepa keine Alternative. Entweder er blieb dem Zaren treu und mute die Ukraine von den Schweden besetzt und geplndert sehen, oder er mute das schwedische Protektorat anstreben. Denn wenn der Zar den Krieg gewonnen htte, wre der Vertrag von Andrusiv (1667), d.h. die Teilung der Ukraine, wiederholt worden. Im Falle eines schwedischen Sieges htte laut dem schwedisch-polnischen Abkommen vom 26. November 1706 Polen das an Ruland 1667 verlorene Gebiet zurckbekommen. Es war „dura necessitas", wie M. Hruševskyj in seinem Aufsatz ber das schwedischukrainische Bndnis von 1708 aufzeigte.

Mazepa brachte durch einen serbischen oder bulgarischen Erzbischof, eine Flchtling, ein geheimes Bndnis mit Karl XII. entweder in der Stadt Smorgony zwischen dem 11. Februar und dem 18. Mrz 1708, oder in Radaszkovice zwischen dem 27. Mrz und dem 17. Juni 1708 zustande. Das Originaldokument ist nicht erhalten, aber die Bedingungen dieses Vertrages sind von einem anonymen schwedischen Major in seinen Memoiren erwhnt worden. Laut dem geheimen Abkommen mit dem schwedischen Knig sollte Mazepa die Festungen in Severien bergeben, die schwedische Armee mit Nahrungsmitteln versorgen und Karl XII. auf seinem „Marsch direkt nach Moskau" begleiten. In Wirklichkeit hatte Karl XII. weder die Absicht in die Ukraine einzudringen, noch hatte Mazepa ihn darum gebeten. Der schwedische Knig war einfach gezwungen, am 14. September 1708 nach Sden in die Ukraine abzubiegen, um seine Armee vor dem Hunger zu bewahren, weil die Russen, wie zeitgenssische Augenzeugen in ihren Memoiren berichteten, auf ihrem Rckweg alles verbrannt und zerstrt hatten. Es wre zu erwhnen, da Karl XII. von seinem Berater, Graf Carl Piper, geraten wurde, nicht in die Ukraine abzubiegen. Im Gegenteil — er riet seinem Knig, sich zurckzuziehen, um fr das Korps des General Lwenhaupt den notwendigen militrischen Nachschub sicherzustellen, der auf dem Wege nach Riga war, um die Hauptarmee zu treffen.

Wie der englische Vertreter im schwedischen Hauptquartier, Captain James Jefferyes, in seinem Bericht vom 7. Oktober 1708 nach Whitehall schrieb, hat sich der schwedische Knig in die Ukraine selbst eingeladen.

Auch Mazepa hatte nicht erwartet, da Karl XII. in die Ukraine einbiegen wrde, denn als er erfuhr, da die Schweden doch eingedrungen waren, uerte er sich rgerlich gegenber seinem Kanzler: „... es ist der Teufel, der ihn hierher bringt. Er wird alle meine Plne ruinieren und die russischen Truppen veranlassen, seinen Spuren zu folgen. Jetzt wird unsere Ukraine verwstet werden und verloren sein". Zwar berichtete Besenval, der franzsische Resident im schwedischen Hauptquartier, am 18. September 1708 nach Paris: „... Poniatowski (Leszczynskis Resident beim schwedischen Knig) sagte, da der kosakische Hetman Mazepa versprochen habe, einen Aufstand zur Befreiung seines Landes zu machen, sobald sich die schwedische Armee den Grenzen der Ukraine nhern wrde". Aber wie Professor O. Ohloblyn in seiner Monographie Mazepas schreibt, hat der Hetman diese Behauptung vor seinen hheren Offizieren (1708) kategorisch unter Eid zurckgewiesen. Danach kann man doch Mazepa nicht beschuldigen, wie es verschiedene Historiker behaupten wollen.

Mazepas Bndnis mit dem schwedischen Knig htte erfolgreich sein knnen, wenn Karl XII. auf der Route Smolensk-Moskau nach Ruland einmarschiert wre, entlang der Genze zwischen der Ukraine und Ruland, wie er es ursprnglich beabsichtigt hatte. Wenn Karl XII. auf dieser Route vorgerckt wre, htte Mazepa, von den Russen durch die schwedische Armee getrennt, mehr oder weniger als Beobachter fngieren und die endgltige Entscheidung im Falle des Sieges treffen knnen, aber Karl war nicht in der Lage, direkt gegen Moskau zu marschieren, da der Zar auf seinem Rckzug alles vernichtet hatte und die schwedische Armee an Nahrungsmangel litt. Deshalb wandte sich der schwedische Knig pltzlich im September 1708 nach Sden in die Ukraine. Viele Historiker haben angenommen, da er das auf Mazepas Einladung hin getan habe, aber es gibt keinen eindeutigen Beweis, um diese Annahme zu sttzen, denn solch eine Handlung wre Mazepas eigenen Absichten zuwidergelaufen. Tatschlich war Mazepa selbst berrascht von dem Schritt des schwedischen Knigs, und als er von Karl XII. Eindringen in die Ukraine erfuhr, machte er die oben erwhnte Bemerkung zu seinem Kanzler.

Der Grund fr das Milingen des Feldzugs von Karl XII. gegen Moskau und seine Niederlage bei Poltava war weder sein Bndnis mit Hetman Mazepa noch sein Entschlu, in die Ukraine einzudringen. Er war einfach gezwungen, in die Ukraine vorzustoen, um seine Armee vor dem Hunger zu bewahren, weil die Russen, wie zeitgenssische Augenzeugen in ihren Memoiren bezeugt haben, alles auf ihrem Rckzug verbrannt und zerstrt haben.

Karls XII. Feldzug htte erfolgreich sein knnen, wenn zuallererst die schwedischen Generale die Befehle ihres Knigs zur rechten Zeit und am rechten Ort ausgefhrt htten. Der Feldsekretr Karls, Peter Schnstrm, tadelte die schwedischen kommandierenden Generale, „die getrennte Teile der Armee befehligten, verschiedene Fehler begingen und berall im hchsten grade erfolglos waren".

Zum Beispiel zog sich General Lybecker, der „ausreichende Streitkrfte hatte, um in die Provinzen Novgorod und Pleskau einzudringen", und um die Armee des Zaren aufzuhalten, ohne Notwendigkeit von Ingria nach Riga zurck, ohne Order seines Knigs, und lie so dem Zaren freie Hand, um das Korps von General Lwenhaupt (bei Lesna am 29. September 1709) anzugreifen. General Lwenhaupt bewegte sich zu langsam und seine „verhngnisvolle Verzgerung ber den festgelegten Tag hinaus war der wahre Grund des Unglcks, das spter ber den schwedischen Knig kam". Der Knig selbst, der keine Kenntnis von Lybeckers Rckzug besa, beeilte sich nicht, General Lwenhaupt zu helfen, sondern schickte stattdessen, whrend er in die Ukraine eindrang, seinen General Lagercrona, die Festung in Severia einzunehmen. General Lagercrona konnte das durch „eigene Schuld und Nachlssigkeit" nicht vollbringen. General Krassau kam nie mit seinem Korps aus Polen an, um sich mit dem Hauptteil der schwedischen Armee zu verbnden. Darber hinaus war ein anderer General, der Feldmarschall G. Rehnschld, der die schwedische Armee bei Poltava kommandierte (weil der Knig verwundet war), dem polnischen General S. Poniatowski zufolge „hier so in Verlegenheit, da er nichts anderes tat, auer von einer Seite zur anderen zu laufen, ohne einen einzigen notwendigen Befehl zu geben".

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