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Althochdeutsch (750770 — 1050) - Лекція

1. Vollstufe (Normalstufe): der Vokal wird kurz:

ahd. rtan – ritt

2. Dehnstufe: der Vokal wird lang

ahd. nam – nmum

3. Nullstufe (Schwundstufe): ohne Vokal

ukr. беру – брав

Diese quantitative Vernderung ist wahrscheinlich eine Wirkung der dynamischen Komponente des freien Wortakzentes.

Eine besondere Art des Ablauts ergibt sich, wenn die ide. Halbvokale i und u oder Konsonanten m, n, l, r zu den ablautenden e und o hinzutreten.

ide.

e

o

(Null)

germ.

e

a

(Null)

Aus der Verbindungen mit den Halbvokalen erhalten wir in der Vollstufe Diphthonge:

germ.

+i

ei

oi

+u

eu

ou (iu, io)

In den Nullstufe werden diese Halbvokale als Vollvokale auftreten.

i.

ide.

ei

oi

i

germ.

ei

ai

i

ahd.

ei/

i

Erklrung:

1. ei > (s. Lautwandel in der vorliterarischen Zeit)

2. germ. ai >

ahd.

ahd. ei (s. Monophthongierung)

3. germ. + i >

3. germ. + i >

got. steigan - staig - stigum - giscriban

got. steigan - staig - stigum - giscriban

Der Ablaut spielt eine grosse Rolle bei der Bildung der Zeitformen der starken Verben.

I. ahd. scriban - screib - scribum - giscriban

II. biogan - baug - bugum - gibogan

III. werdan - ward - wurtum - wortan

Der Ablaut ist auch ein Wortbildungsmittel, z.B.

ahd. hano " Hahn"- " huon " " Huhn ",

auch im Suffix : Nibelungen - Karolingen.

Vokalharmonie (Brechung)

Ein anderer Vokalwechsel ist Vokalharmonie. Vokalharmonie, auch Brechung genannt, ist die Hebung bzw. Senkung der Stammsilbenvokale unter dem Einflu der Vokale der nachfolgenden Silben, also; eine regressive Assimilation. Sie war allen altgermanischen Sprachen eigen.

Senkung

Hebung

e

i

o

u

(eu)io, eo

iu (eu)

a e o

i j u

Hebung

Die Hebung des e zu i geschah durch Einwirkung der Vokale der hohen Zungenlage i oder j der folgenden Silbe und vor n + Konsonant:

germ. e > i vor ij,u, Nasal+Konsonant j in der Folgesilbe

lat. ventus — ae., as. wind, ahd. wint 'Wind'

ahd. erda 'Erde' — ahd. irdisc 'irdisch'

Senkung

Die Senkung des Phonems i zu e geschah vor dem Vokal der tiefen Zungenlage a:

lat. piper — ahd. pfeffar 'Pfeffer'

lat. sinapis — as. senep 'Senf'

germ. i > e vor a,e,o in der Folgesilbe

Die Senkung i > e vollzog sich aber nicht regelmig.

Unter hnlichen Positionsbedingungen vollzog sich der Wechsel von o und u:

germ. u > o vor a, e, o in der Folgesilbe

ahd. helfan—half — hulfum — giholfan 'helfen', wo die Formen hulfum — giholfan je nach dem Vokal der folgenden Silbe den Wechsel o — u haben.

aber vor Nasalverbindung mm, mb, nn, nd

findan — findu

fundum — gefundan

Der Diphthong eu wurde zu eo, io vor a, e, o der folgenden Silbe gesenkt und zu iu vor i(j), u der folgenden Silbe gehoben;

germ. eu > eo, io vor a,e,o in der Folgesilbe

ide. *teuta — ahd. deota

germ. *beutan — ahd. beotan

germ. eu > iu vor i,j,u in der Folgesilbe

ahd. beogan, biogan 'biegen' — Prs. Sg. 1. biugu, 2. biugis(t), 3. biugit.

In der deutschen Gegenwartssprache lebt die Vokalharmonie im Wechsel der Vokale e/i fort. Vgl. das Prsens starker Verben: ich gebe — du gibst, er gibt. Vgl. auch in der Wortbildung: Erde — irdisch, Berg — gebirgig, Feld — Gefilde.

Die Brechung enstand vermutlich im I. Jh. n.Chr. und war in der ahd. Periode schon eine historische Erscheinung, d.h. sie trat nicht in allen Fllen ein:

geholfan, geworfan aber gibuntan, funtan (gefunden )

Der i-Umlaut (Primrumlaut)

Ein so zusagen lebendiger Vokalwechsel war im Ahd. der Umlaut. Das ist wie auch die Brechung ein assimilatorischer Vokalwandel, noch eine Art der Vokalharmonie. Der Umlaut war allen germanischen Sprachen eigen. Diese Erscheinung entwickelte sich in allen germanischen Sprachen im 8.Jh.

Der Umlaut entsteht unter dem Einflu des i oder j der folgenden Silbe. Seine Wirkung besteht darin, da die Vokale der mittleren und hinteren Reihe palatalisiert, d. h. in Vokale der vorderen Reihe verwandelt werden. In der ahd. Zeit wurde nur das kurze a vor i (j) der folgenden Silbe zu e umgelautet (Primrumlaut):

ahd. gast — Pl. gesti 'Gast — Gste'

ahd. alt—Komp. eltiro'—Superl. eltisto 'alt — lter — am ltesten'

Der Umlaut a > e hatte in der althochdeutschen Zeit noch mehrere Ausnahmen: a wurde nicht umgelautet: vor ht, hs, rw:

ahd. mht — mhtig (vgl. Macht — mchtig)

ahd. wachsan — wahsit (vgl. wachsen — wchst)

In den oberdeutschen Territorialdialekten trat der Umlaut auch vor h, r + Konsonant, l +- Konsonant nicht ein:

ahd. (fr., obd.) slahan — fr. slehit, obd. slahit (vgl. schlagen — schlgt)

ahd. (fr., obd.) stark — fr. sterkiro, obd. starchiro (vgl. stark —strker)

Der Umlaut fehlte oft vor -l, -in, -lin, -nissi, z. B. ahd. magad — Diminutiv magatin 'Magd — Mgdlein', tag — tagaln 'Tag — tglich'.

Die meisten Umlauthinderungen wurden zu Beginn der mittelhochdeutschen Periode beseitigt, so da seit dem 12. Jh. auch hier der Umlaut eintritt. Er wurde als bezeichnet (der sog. Sekundrumlaut): mhtig, whset, mgede u. a.

Seit dem Ausgang des 10. Jh. wurde der Umlaut des langen u orthographisch bezeichnet. Er wurde iu geschrieben: ahd. hus — PI. hsir, seitdem 11. Jh. hiusir 'Haus — Huser '.

Konsonantismus

Die althochdeutsche Lautverschiebung

Die ahd. Lautverschiebung, auch die 2. Lautverschiebung genannt, ist in ahd. Zeit die wichtigste Erscheinung im Bereich des Konsonantismus. Sie unterscheidet das Konsonantensystem des Hochdeutschen von dem des Niederdeutschen und aller anderen germ. Sprachen.

Die ahd. Lautverschiebung hatte nachhaltige Bedeutung, indem sie die Eigenart des deutschen literatursprachlichen Konsonantismus prgte.

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