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Althochdeutsch (750770 — 1050) - Лекція

„Straburger Eide" (rheinfrnkisch) stellt den feierlichen Schwur dar, den die Enkel Karl des Groen — Ludwig der Deutsche und Karl der Kahle — ablegten, als sie 842 zu Straburg einen Bundesvertrag gegen ihren lteren Bruder Lothar schlossen. Der erste Teil enthlt den Eid, den die Knige einander leisteten. Um beiden Heeren verstndlich zu sein, legte ihn Karl in deutscher, Ludwig in romanischen Sprache ab.

„Merigarto" (bairisch) ist ein Bruchstck aus einer gereimter Weltbeschrei-bung, das in einer Handschrift der 11./12. Jh. berliefert ist.

DAS PHONOLOGISCHE SYSTEM DES ALTHOCHDEUTSCHEN

Die Hauptcharakterzge des althochdeutschen phonologischen Systems

Das Althochdeutsche erbte vom Altgermanischen:

1. den festen Wortakzent auf der Stammsilbe: 'geban 'geben', 'ar'slahan 'erschlagen';

2. den Ablaut, der die Formenbildung der starken Verben prgt:

ahd. ziohan — zh — zugum gizogan 'ziehen'

3. den auf dem Vernerschen Gesetz beruhenden grammatischen Wechsel dit, h/g, flb, s/r in der Flexion der starken Verben:

ahd. sndan — sneid snitum gisnitan 'schneiden'.

ahd. farliosan — farls — farlurum farloran 'verlieren'

(auch die Wortbildung: ahd. sndan 'schneiden ' — ahd. snitri 'Schnitter ).

Das Althochdeutsche ist durch folgende Neuerungen vom rekonstruierten Germanischen unterschieden:

1. die 2. (hochdeutsche) Lautverschiebung

Diese 4 Wandelerscheinungen waren fr die Entwicklung des deutschen phonologischen Systems von besonders weittragenden Bedeutung

2. die Monophthongierung.

3. die Diphthongierung

4. der i-Umlaut

5.die Verschiebung von germ. > ahd. d

Vokalismus

Der Lautbestand der althochdeutschen Sprache sah so aus:

kurze Vokale

a

e

i

o fehlt

u

lange Vokale

fehlt

œ

iu

Diphthonge

ei

ou

io

ie

iu

ia

uo

Lautwandel in der vorliterarischen Zeit.

Es fehlen der kurze Vokal o und der lange Vokal . Diese Asymmetrie kann man durch folgende Vokalwandel erklren.

1) Den kurzen ide. o und a entsprach im Germanischen das kurze a

ide. o

> germ. a

ide. a

lat. gostis > got. gasts, ahd. gast

lat. ager > got. akrs

2) Den langen ide. und entsprach im Germanischen das lange

ide.

> germ.

ide.

lat. flrele > got. ahd. blma

lat. frter > got. brar

3) Dem ide. Diphthong ei entsprach im Germanischen das lange

Ide. ei >germ.

lat. steigo > got. ahd. stgu

lat. swinus > got. ahd. swin

4) In den nord- und westgermanischen Sprachen entwickelte sich das altgermanische e (e1) (durch die Zwischenstufe œ) zu :

e1 >

got. slepan — as. 'slpan, ahd. slafan 'schlafen'

got. jer — as., ahd. jr 'Jahr'

5) In allen germanischen Sprachen entwickelte sich ein neues Phonem e2.Es ist anzunehmen, da sich e2, dem Charakter des Klanges nach von e1 unterschieden hat.

AlthochdeutscheMonophthongierung

Die germanischen Diphthonge ai und au wurden im Altschsischen allgemein, im Althochdeutschen vor bestimmten Konsonanten zu und .

a) der Diphthong ai wurde zu , wenn h, r, oder w folgte; sonst ai > ei:

germ. ai >

ahd. (vor h, r, w )

sonst ahd. ei

got. laisjan — as lrian, ahd. lerem 'lehren'

got. stain — s. steil — ahd. stein 'Stein'

b) der Diphthong au, wurde zu vor h und den Dentalen (d, t, s, n, r, l); sonst au > ou:

germ. au >

ahd. (vor Dentalen und h)

sonst ahd. ei

got. hauhs — s. hh, ahd. hh 'hoch'

got. augo — as. ga — ahd. ouga 'Auge'

Althochdeutsche Diphthongierung.

a) germanisches e (e2, ide. a) wurde im Althochdeutschen zu ia diphthongiert.

germ. > ia

got. rd — ahd. riat

In den Schriftdenkmlern der zweiten Hlfte des 8. Jh. steht noch e oder der Diphthong ea, z.B. her, hear 'hier'. Anfang des 9. Jh. wird e, ea > ia: hiar; in der zweiten Hlfte des 9. Jh. ia > ie: hier;

b) germanisches wurde im Frnkischen zu uo diphthongiert: .

germ. > ahd. uo

got. brpar — ahd. bruodar

Im Bairischen blieb im 9. Jh. noch : for, das Alemannische hatte ua: fuar. Erst am Ausgang des 9. Jh. breitete sich das uo ber den gesamten hochdeutschen Sprachraum aus.

Im Altschsischen blieb die Diphthongierung von und aus.

Eine groe Rolle spielte im Althochdeutschen der Vokalwandel im Wort- und Formenbildung. Mit diesem Vokalwandel sind folgende phonetische Erscheinungen verbunden:

1) Ablaut;

2) Brechung (Vokalharmonie);

3) Umlaut.

1. Ablaut

Von drei Arten des Vokalwandels der deutschen Gegenwartssprache ist der Ablaut die lteste.

Der Ablaut ist der Wandel des Stammvokals bei der Wort- und Formenbildung in den Wrtern, die sich in der ethymologischen Zusammenhang befinden. Die Ursache des Ablauts sucht man in den Qualittsvernderungen der Betonnung. Er ist allen germanischen Sprachen eigen und hat seinen Ursprung im Indoeuropischen, vgl. im Ukrainischen нести — ніс — ноша , везти-віз-возити).

Man unterscheidet zwei Arten des Ablauts:

a) Qualitativer Ablaut (Abtnung)

Hierbei ndert sich die Qualitt eines Vokals. Die Artikulationsstelle des Vokals verschiebt sich. Der Vokal wird bald vorn, bald hinten gebildet: i – a; e – o u.a.

lat. tego – togaahd. nemen – nam

b) Quantitativer Ablaut (Abstufung der Vokaldauer)

Hierbei ndert sich die Qualitt (Aussprachedauer) eines Vokals.

Der Vokal kann normal als kurzer Vokal realisierte werden, kann gedehnt werden oder bei Unbetontheit bis zum vlligen Schwund verkrzt werden.

Damit unterscheidet man 3 Stufen des Ablauts:

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