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Der Herzinfarkt - Реферат

EKG-Nomenklatur) und h?ufig Ver?nderungen der ST-Strecke auf, wobei ST-Strecken-Hebungen auf den kompletten Verschluss eines Herzkranzgef??es hinweisen. Im weiteren Verlauf kommt es nach etwa einem Tag oft zu einer "Negativierung" (Ausschlag unterhalb der sogenannten Nulllinie) von T-Wellen. Ver?nderungen des QRS-Komplexes weisen in dieser Phase auf eine transmurale Infarzierung hin, einen Gewebsuntergang, der alle Wandschichten des Herzmuskels betrifft. Diese QRS-Ver?nderungen bleiben in der Regel lebenslang sichtbar und werden oft als "Infarktnarbe" bezeichnet.
Auch f?r die Erkennung und Beurteilung von Herzrhythmusst?rungen als h?ufige Komplikationen eines Infarktes ist das EKG von entscheidender Bedeutung. Um Extrasystolen, Kammerflimmern und AV-Blockierungen in der Akutphase so rasch wie m?glich erkennen und ggf. behandeln zu k?nnen, wird in der Akutphase eine kontinuierliche EKG-?berwachung (EKG-Monitoring) durchgef?hrt.
Im Anschluss an die Akutphase dient ein Belastungs-EKG der Beurteilung der Belastbarkeit und Erkennung fortbestehender Durchblutungsst?rungen des Herzmuskels, ein Langzeit-EKG der Aufdeckung anderweitig unbemerkter Herzrhythmusst?rungen.
Laboruntersuchungen
Als so genannte Biomarker werden Enzyme und andere Eiwei?e bezeichnet, die von absterbenden Herzmuskelzellen freigesetzt werden. Sie sind im Blut nach einem Herzinfarkt in erh?hter Konzentration messbar.
Die klassischen und bis Anfang der 1990er-Jahre einzigen Biomarker sind die Creatinkinase (CK), deren Isoenzym CK-MB, die Aspartat-Aminotransferase (AST, meist noch als GOT abgek?rzt) und die Laktatdehydrogenase (LDH). Hinzugekommen sind seither das Myoglobin und das Troponin (Troponin T und Troponin I, oft abgek?rzt als "Trop"). Der neueste Biomarker ist die Glykogenphosphorylase BB (GPBB). Dieser Biomarker ist herzspezifisch und ein Fr?hmarker.[8]
Die Messung der Blutkonzentrationen dieser Biomarker wird meist in regelm??igen Abst?nden wiederholt, da Anstieg, h?chster Wert und Abfall der Konzentration R?ckschl?sse auf den Zeitpunkt des Infarktbeginns, die Gr??e des Herzinfarktes und den Erfolg der Therapie erlauben.
Bildgebende Verfahren
Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) zeigt beim Herzinfarkt eine Wandbewegungsst?rung im betroffenen Herzmuskelbereich. Da das Ausma? dieser Wandbewegungsst?rung f?r die Prognose des Patienten sehr wichtig ist, wird die Untersuchung bei fast allen Infarktpatienten durchgef?hrt. In der Akutphase liefert die Echokardiografie bei diagnostischen Unsicherheiten und Komplikationen wichtige Zusatzinformationen, weil sie hilft, die Pumpfunktion und evtl. Einrisse (Ruptur) des Herzmuskels, Schlussunf?higkeiten der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz) und Fl?ssigkeitsansammlungen im Herzbeutel (Perikarderguss) zuverl?ssig zu beurteilen.
Die Gef??darstellung (Angiografie) der Herzkranzgef??e im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung erlaubt den direkten Nachweis von Verschl?ssen und Verengungen. Sie wird entweder so fr?h wie m?glich als Notfall-Untersuchung zur Vorbereitung einer PTCA (vgl. Reperfusionstherapie) oder im weiteren Verlauf bei Hinweisen auf fortbestehende Durchblutungsst?rungen des Herzmuskels durchgef?hrt.
Diagnostik
Die Diagnose Herzinfarkt wird gestellt, wenn einer der so genannten "Biomarker" (vorzugshalber kardiales Troponin, ersatzweise CK-MB) im Blut erh?ht und mindestens eines der folgenden Kriterien erf?llt ist:
o typische EKG-Ver?nderungen oder
o typische Brustschmerzen oder
o unl?ngst durchgef?hrte Intervention an einem Herzkranzgef?? (beispielsweise eine PTCA).
Die Blutkonzentration der Biomarker Troponin und CK-MB steigt allerdings erst nach drei bis sechs Stunden an, so dass eine verl?ssliche Diagnose bisher erst nach vier bis sechs Stunden m?glich war.
Neuesten Studien zufolge kann nun eine schnellere und spezifischere Diagnose mittels des neu entdeckten Herzmarkers Glykogenphosphorylase BB (GPBB) zeitnah erfolgen. Bereits ab der ersten Stunde kann durch GPBB ein Herzinfarkt diagnostiziert werden, so dass die Gefahr der irreversiblen Sch?digung des Herzgewebes einged?mmt werden kann.[9]
In dieser Akutphase ist das wichtigste Untersuchungsverfahren ein so schnell wie m?glich angefertigtes EKG. Beim Nachweis von ST-Strecken-Hebungen wird mit einer diagnostischen Sicherheit von ?ber 95 % von einem Infarkt ausgegangen und die entsprechende Behandlung m?glichst unverz?glich eingeleitet.[10]
Zeigt das EKG hingegen ST-Strecken-Senkungen oder keine Ver?nderungen, so kann ein Infarkt anhand der Biomarker erst sechs Stunden nach Beginn der Symptome mit Sicherheit ausgeschlossen oder best?tigt werden. Bei diagnostischer Unsicherheit in dieser Phase kann der Nachweis einer Wandbewegungsst?rung in der Echokardiografie helfen, die Wahrscheinlichkeit und das Ausma? eines Infarktes besser einzusch?tzen.
Differentialdiagnose
Wegen der m?glicherweise weitreichenden Konsequenzen, wurde die Verdachtsdiagnose Herzinfarkt fr?her oft gestellt, in der Akutsituation mussten dann die Differentialdiagnosen Pneumothorax, Lungenembolie, Aortendissektion, Lungen?dem anderer Ursache, Stress-Kardiomyopathie, Roemheld-Syndrom, Herzneurose oder auch Gallenkolik ber?cksichtigt werden. Nur bei etwa 32 % der Patienten mit Infarktverdacht fand sich tats?chlich ein Herzinfarkt. Heute wird der Begriff Infarkt bis zu seinem definitiven Nachweis meist vermieden und stattdessen vom akuten Koronarsyndrom gesprochen, um der h?ufigen diagnostischen Unsicherheit in den ersten Stunden Ausdruck zu verleihen.
Auch die Infarktdiagnostik ist mit m?glichen Fehlern behaftet: Bei einigen Patienten (in einer Untersuchung 0,8 %), vor allem bei ?lteren Patienten und solchen mit Diabetes mellitus, wird auch im Krankenhaus der Infarkt nicht richtig erkannt.
Therapie
Erste Hilfe
Die ersten Minuten und Stunden eines Herzinfarktes sind f?r den Patienten von entscheidender Bedeutung. Die Gefahr des Herzstillstandes durch Kammerflimmern ist in der ersten Stunde am gr??ten. Nur ein schnell bereitstehender Defibrillator kann dann den Tod des Patienten verhindern. Innerhalb der ersten Stunde (der so genannten goldenen Stunde oder golden hour) bestehen gute Aussichten, den Infarkt durch eine Lysetherapie oderHerzkatheterbehandlung fast vollst?ndig zu verhindern. Daher steht die unverz?gliche Alarmierung des Rettungsdienstes an erster Stelle der f?r Laien sinnvollen Ma?nahmen. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt f?r diese Situation[11]:
o Nicht warten
o Rettungsdienst ?ber die Rufnummer 112 (oder die ?rtliche Notrufnummer) alarmieren und Verdacht auf Herzinfarkt ?u?ern
o Nicht selbst mit dem Auto in die Klinik fahren
Medizinische Erstversorgung
Das Rettungsfachpersonal des Rettungsdienstes konzentriert sich zun?chst auf eine m?glichst rasche Erkennung von Akutgef?hrdung und Komplikationen. Dazu geh?rt eine z?gige klinische Untersuchung mit Blutdruckmessung und Auskultation von Herz und Lunge. Nur ein schnell angefertigtes 12-Kanal-EKG l?sst den ST-Hebungsinfarkt erkennen und erlaubt die Einleitung der dann dringlichen Lysetherapie oder Katheterbehandlung. Um Herzrhythmusst?rungen sofort erkennen zu k?nnen, wird eine kontinuierliche EKG-?berwachung (Rhythmusmonitoring) begonnen und zur Medikamentengabe eine periphere Verweilkan?le angelegt.
Die medikament?se Therapie zielt in der Akutsituation auf eine m?glichst optimale Sauerstoffversorgung des Herzens, die Schmerzbek?mpfung und eine Vermeidung weiterer Blutgerinnselbildung. Verabreicht werden in
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