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Myokardinfarkt - Реферат

intraven?se Gabe eines gerinnselaufl?senden Medikamentes. Dieses Thrombolytikum kann vom Notarzt bereits am Einsatzort verabreicht werden (pr?station?re Lyse) und f?hrt durch fr?hen Behandlungsbeginn zu besseren Ergebnissen als eine Therapieeinleitung im Krankenhaus.
Bei gleichzeitiger Verf?gbarkeit ist die Prim?r-PCI in einem erfahrenen Zentrum die bevorzugte Strategie. Da aber weniger als 20 % der deutschen Krankenh?user ?ber die M?glichkeit zur Prim?r-PCI verf?gen, muss die Entscheidung zur optimalen Therapie im Einzelfall getroffen werden. Viele Not?rzte sind mit 12-Kanal-EKG-Ger?ten und Medikamenten f?r eine Lysetherapie ausger?stet, so dass sie heute sofort nach Diagnosestellung in Abh?ngigkeit von der Infarktdauer, dem Patientenzustand, der Verf?gbarkeit eines erfahrenen Herzkatheterteams und der Transportentfernung die bestm?gliche Reperfusionstherapie ausw?hlen k?nnen.
Bei Nicht-ST-Hebungsinfarkten (NSTEMI) ist ein Nutzen der unverz?glichen Reperfusionstherapie nicht belegt, eine Lysetherapie ist kontraindiziert. Ob und zu welchem Zeitpunkt eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich ist, ist trotz vieler Studien zu diesem Thema strittig. Die vorherrschende und auch in den Leitlinien der kardiologischen Fachgesellschaften verankerte Empfehlung sieht eine "fr?he Intervention" innerhalb von 48 Stunden vor. Erneute Diskussionen sind durch eine weitere im Herbst 2005 ver?ffentlichte Studie entstanden, die bei 1200 Patienten mit NSTEMI kein h?heres Risiko fand, wenn die Intervention nur bei Patienten mit anhaltendenBeschwerden erfolgte.
Weitere Behandlung
Im Krankenhaus werden Infarktpatienten wegen m?glicher Herzrhythmusst?rungen in der Akutphase auf einer Intensiv- oder ?berwachungsstation behandelt, wo eine kontinuierliche EKG-?berwachung (Monitoring) m?glich ist. Bei einem unkompliziertem Verlauf k?nnen sie oft bereits am Folgetag Schritt f?r Schritt mobilisiert und nach f?nf bis acht Tagen entlassen werden. Patienten mit gro?en Infarkten, die zu einer Pumpschw?che (Herzinsuffizienz) des Herzmuskels gef?hrt haben, ben?tigen manchmal bis zu drei Wochen, um die gewohnten Alltagsaktivit?ten wieder aufnehmen zu k?nnen.
Im Anschluss an die Krankenhausbehandlung wird in Deutschland oft eine ambulante oder station?re Anschlussheilbehandlung empfohlen. Diese meist drei Wochen dauernde Ma?nahme soll durch Krankengymnastik (Physiotherapie), dosiertes k?rperliches Training, Schulungsma?nahmen und psychosoziale Betreuung eine m?glichst gute und vollst?ndige Wiedereingliederung in den Alltag erm?glichen.
Nach einem Herzinfarkt ist bei den meisten Patienten eine lebenslange medikament?se Therapie sinnvoll, die Komplikationen wie Herzrhythmusst?rungen und Herzmuskelschw?che sowie erneuten Herzinfarkten vorbeugt. Dazu z?hlt die Therapie mit Betablockern, ASS, Statinen, ACE-Hemmern und bei einigen Patienten Clopidogrel (Plavix® oder Iscover®).
Nach dem Auftreten von gro?en Vorderwandinfarkten kann es (<50%) zur Thrombenbildung in der linken Schlagkammer kommen, die die Gefahr eines Hirninfarktes nach sich ziehen k?nnen. Sollten sich echokardiografisch Thromben nachweisen lassen wird meist eine mehrmonatige Antikoagulanientherapie (Marcumar®) durchgef?hrt.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern die Risikofaktoren, die die Lebenserwartung der Infarktpatienten erheblich beeintr?chtigen k?nnen. Vorteilhaft sind strikter Nikotinverzicht und eine optimale Einstellung von Blutdruck, Blutzucker und Blutfettwerten. Neben der Normalisierung des Lebenswandels, dem Stressabbau und der Gewichtsnormalisierung spielen eine gesunde Ern?hrung und regelm??iges k?rperliches Ausdauertraining nach ?rztlicher Empfehlung dabei eine wesentliche Rolle.
Seit den 1990er-Jahren werden Versuche unternommen, die Pumpfunktion des Herzmuskels nach einem Herzinfarkt durch Stammzellen positiv zu beeinflussen. Dabei werden verschiedene Techniken eingesetzt, unter anderem die Injektion von Stammzellen, die aus Blut oder Knochenmark gewonnen werden, in das betroffene Herzkranzgef?? (intrakoronar, mittels Herzkatheter). Auch die subkutane Injektion von granulocyte-colony stimulating factor (G-CSF), der die Stammzellproduktion f?rdert, wird untersucht. Mehrere in den Jahren 2004 bis 2006 ver?ffentlichte Studien weisen darauf hin, dass die intrakoronare Anwendung von Knochenmarks-Stammzellen die Pumpfunktion tats?chlich verbessern kann,[13] die alleinige Gabe von G-CSF hingegen keinen Vorteil bringt.
Ein weiterer, in j?ngerer Zeit in pr?klinischen Studien verfolgter Therapieansatz ist der Einsatz von Wachstumsfaktoren, wie Fibroblast-like Growth Factor (FGF-1), Insuline-like Growth Factors (IGFs) und Vascular Endothelial Growth Factor (VGEF), die die Gef??neubildung (Angiogenese) anregen.
Krankheitsverlauf und Prognose
Die ersten beiden Stunden nach Eintritt eines Herzinfarktes sind zumindest bei einem ST-Hebungsinfarkt (STEMI) f?r den weiteren Verlauf und die ?berlebenschance des Patienten von entscheidender Bedeutung, weil
" sich die Mehrzahl der Todesf?lle, die in der Regel durch Kammerflimmern verursacht sind, in diesem kurzen Zeitraum ereignet[5] und
" eine w?hrend dieser Zeit eingeleitete Reperfusionstherapie die Prognose ma?geblich beeinflusst.
Die Akutsterblichkeit jener Patienten, die im Krankenhaus aufgenommen werden, betr?gt heute in verschiedenen Untersuchungen zwischen weniger als 10 % und knapp 12 %. Weiterhin stirbt aber fast ein Drittel aller Patienten vor Aufnahme in einer Klinik, so dass die Einjahressterblichkeit aller Infarktpatienten in den letzten 30 Jahren nahezu unver?ndert bei etwa 50 % verblieben ist.
Die Sterblichkeit im Zusammenhang mit einem Herzinfarkt wird vom Alter des Patienten stark beeinflusst. Aus dem Berliner Herzinfarktregister wurde f?r die Jahre 1999 bis 2003 bei ?ber 75-j?hrigen eine Krankenhaussterblichkeit von 23,9 %, bei j?ngeren Patienten von 7,3 % ermittelt.[16]
Literatur
1. Zipes DP et al. (Hrsg.): Braunwald's Heart Disease: A Textbook of Cardiovascular Medicine. 7. Auflage. W.B. Saunders Company, Philadelphia 2004. ISBN 1-41-600014-3.
2. Arntz HR: Pr?hospitale Versorgung von Patienten mit akutem ST-Streckenhebungsinfarkt. Z Kardiol (2004) 93:915-916. (online als PDF-Datei).
3. Hamm CW: Leitlinien: Akutes Koronarsyndrom (ACS) - Teil 2: Akutes Koronarsyndrom mit ST-Hebung. Z Kardiol (2004) 93:324-341. (online als PDF-Datei).
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