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Ludwig van Beethoven - Реферат

und man sah in Beethoven einen geeigneten Kandidaten f?r die Neubesetzung. Im Januar 1809 sandte Beethoven seine Zusicherung nach Kassel, er schien entschlossen zu sein, Wien den R?cken zu kehren. Angesichts dieser M?glichkeit setzten sich nun einige seiner Freunde f?r sein Verbleiben ein. Sie versuchten von einflu?reichen und zahlungskr?ftigen Mitgliedern des ?sterreichischen Hochadels die Zusage f?r eine gro?z?gige Unterst?tzung zu erlangen, die den Komponisten endg?ltig an Wien binden w?rde.
Erzherzog Rudolf,
Beethovens Sch?ler und G?nner
Erzherzog Rudolf (1788-1833), der Bruder des Kaisers, F?rst Franz Joseph Maximilian Lobkowitz (1772-1816) und F?rst Ferdinand Kinsky (1781-1812) verpflichteten sich, Beethoven auf Lebenszeit eine Jahresrente in der H?he von 4000 Gulden zukommen zu lassen, mit der einzigen Bedingung,dass der Komponist sich weiterhin die meiste Zeit des Jahres in Wien aufzuhalten hatte. Der Erzherzog zahlte 1500 Gulden, F?rst Kinsky 1800 Gulden und F?rst Lobkowitz 700 Gulden.
Nach anf?nglichen Verz?gerungen - F?rst Kinsky war nach der Zusage nach Prag abgereist und hatte keine Anordnungen f?r die Auszahlung des Betrages in Wien hinterlassen - bezog Beethoven seine Jahresrente vorerst regelm??ig.
In diesen Jahren erhielt er au?erdem erhebliche Betr?ge vom Verleger Breitkopf & H?rtel; trotzdem soll er sich immer wieder dar?ber beklagt haben, zuwenig Geld zur Verf?gung zu haben. 1811 kam es in der Monarchie zu einer drastischen Abwertung des Guldens, und Beethoven musste bei seinen G?nnern um die Anhebung der Jahresrente ansuchen. Erzherzog Rudolf erkl?rte sich sofort dazu bereit, und auch F?rst Kinsky war damit einverstanden, doch starb er 1812 an den Folgen eines Reitunfalls, und erst 1815 wurde die Frage der Zahlungen mit seinen Erben gekl?rt. F?rst Lobkowitz war durch seinen aufwendigen Lebensstil 1813 an den Rand des Bankrotts geraten - er war einer der bedeutendsten privaten M?zene und hatte 1811 auch die Leitung des Hoftheaters ?bernommen, was mit finanziellen Verpflichtungen verbunden war. ?ber den Rest seines Verm?gens konnte er nicht mehr frei verf?gen, und Beethoven erhielt erst 1815 nach langwierigen Verhandlungen mit den Verm?gensverwaltern die ausst?ndigen Zahlungen von F?rst Lobkowitz; danach bezog er die j?hrlichen Betr?ge anstandslos bis zu seinem Tod.
1815 brachten seine Auftritte w?hrend des Wiener Kongresses neben dem Ruhm auch hohe finanzielle Gewinne, die er unter anderem in Aktien anlegte. In dasselbe Jahr f?llt der Tod seines Bruders Caspar. In einem langwierigen Rechtsstreit k?mpfte Beethoven um die Vormundschaft von Caspars Sohn Karl. Allein die Gerichtskosten stellten eine erhebliche finanzielle Belastung dar, und das zeitweilige Nachlassen seiner Kompositionst?tigkeit w?hrend dieser Zeit machte sich auch in materieller Hinsicht bemerkbar. Das Gericht sprach ihm letztendlich die Vormundschaft ?ber Karl zu, und Beethoven hatte nun auch f?r den Unterhalt und die hohen Schulkosten seines Neffen zu sorgen.
Beethoven im Jahre 1823
Zu Beginn der zwanziger Jahre hatte er gro?e Schulden, so dass er gezwungen war, ein Darlehen aufzunehmen, dessen R?ckzahlung er durch den gleichzeitigen Verkauf seiner Kompositionen an verschiedene Verleger sichern wollte. Da ihm dies nicht gelang, musste er schlie?lich einen Teil seiner Aktien verkaufen.
Die letzten Jahre seines Lebens lebte Beethoven im Glauben, dass er arm sei. Nach seinem Tod stellte es sich jedoch heraus, dass er nach der Liquidation seiner Aktien und der Einforderung offenstehender Zahlungen seinen Erben fast 10.000 Gulden hinterlie?.
Personen aus Beethovens Freundeskreis
Brentano, Antonie (1780-1869)
Gute Freundin Beethovens und m?glicherweise die beabsichtigte Empf?ngerin seines ber?hmten Briefs an die "Unsterbliche Geliebte" vom Juli 1812. Verheiratet mit Franz Brentano (23. Juli 1798). 1823 widmete ihr Beethoven die "Diabelli-Variationen".
Erd?dy, Gr?fin Anna Marie (1778-1837)
Ungarische Musikliebhaberin, verheiratet mit Graf Peter Erd?dy. Im Jahre 1808 lebte Beethoven f?r kurze Zeit in ihrem Haus (heute Beethoven-Gedenkst?tte Florisdorf). Beethoven widmete ihr seine Trios op. 70 und die Wiener Ausgabe der Cellosonaten op. 102.
Galitzin, F?rst Nikolaus Borissovich (1794-1866)
Russischer F?rst und gro?er Bewunderer von Beethovens. Gab drei Streichquartette (op. 127. 132 und 130) bei Beethoven in Auftrag. Diese Werke sowie die Ouvert?re "Die Weihe des Hauses" hat der Komponist ihm gewidmet. F?rst Galitzin organisierte die erste Auff?hrung der "Missa solemnis"in St. Petersburg.
Lichnowsky, F?rst Karl (1756-1814)
Bedeutender M?zen, der Beethoven vor allem w?hrend der ersten Wiener Jahre f?rderte. 1793 bis 1795 wohnte Beethoven in seinem Palais in der Alserstra?e. Lichnowsky sind die Trios op. 1, die Klaviersonaten op. 13 und 26, eine Variationsreihe und die zweite Sinfonie gewidmet.
Lobkowitz, F?rst Franz Joseph Maximilian von (1772-1815)
Auch F?rst Lobkowitz z?hlt zu den bedeutenden F?rderern Beethovens. Er stellte ihm sein privates Orchester f?r Proben und nicht?ffentliche Auff?hrungen zur Verf?gung. Beethoven probte etwa die Eroica vor ihrer Erstauff?hrung mehrmals mit diesem Orchester. Dem F?rsten Lobkowitz sind die Quartette op. 18, das Tripelkonzert, das Quartett op. 74, der Liederzyklus "An die ferne Geliebte" sowie die Sinfonien Nr. 3, Nr. 5 und Nr. 6 gewidmet.
Rasumovsky, Graf Andreas Kirillovich (1752-1836)
In Wien lebender russischer Gesandter, Musikliebhaber und Kunstsammler; er unterhielt ein eigenes Streichquartett, welches als Rasumovsky-Quartett in die Wiener Musikgeschichte einging. Als Dank f?r die Gro?z?gigkeit des Grafen ihm gegen?ber widmete ihm Beethoven seine drei Quartette op. 59 und, neben dem F?rsten Lobkowitz, die f?nfte und die sechste Sinfonie.
Rudolf, Erzherzog von ?sterreich (1788-1831)
Bruder von Kaiser Franz. Er trat 1805 in den geistlichen Stand und wurde 1819 zum Erzbischof von Olm?tz gew?hlt. Er war ein hervorragender Pianist und Gelegenheitskomponist und lange Jahre Beethovens Sch?ler, der in im Klavierspiel, in Musiktheorie und in Komposition unterrichtete. Um Beethoven in Wien zu halten, unterzeichnete er 1809 zusammen mit den F?rsten Lobkowitz und Kinsky einen Pensionsvertrag, der dem Komponisten als lebenslange Rente j?hrlich 4000 Gulden zusicherte. Beethoven hat Erzherzog Rudolf weitaus mehr Kompositionen als irgend jemand anderem gewidmet: das vierte und das f?nfte Klavierkonzert, die Klaviersonate "Les Adieux", die Missa solemnis und die Gro?e Fuge op. 133 - um nur einige zu nennen.
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