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Hermann Hesse - Реферат

Hesse entwickelt einen Hass auf seinen Vater. Er gibt ihm die Schuld an seiner Lage. Er m?chte in Briefen nicht mehr 'Lieber Hermann' von ihm genannt werden. Aus der Anstalt schreibt der depressive und verzweifelte Hesse an seinen Vater:
"Da Sie sich so auff?llig opferwillig zeigen, darf ich Sie vielleicht um 7 M oder gleich um den Revolver bitten. Nachdem Sie mich zur Verzweiflung gebracht, sind sie doch wohl bereit, mich dieser und sich meiner rasch zu entledigen. Eigentlich h?tte ich ja schon im Juni krepieren sollen. (...) Aus dem 'lieben Hermann' ist ein anderer geworden, ein Welthasser, eine Waise, deren 'Eltern' leben..."
Er unterschreibt diesen Brief mit ' H. Hesse, Gefangener im Zuchthaus zu Stetten'. In Stetten begeht Hesse einen Selbstmordversuch, nachdem seine Liebe zu einer Frau nicht erwidert wird. Auch hier zeigen sich wieder Parallelen zwischen ihm und seiner Romanfigur Hans Giebenrath. Hans will sich nach seinem schulischen Versagen im Wald erh?ngen. Es bleibt jedoch bei dem Vorhaben. Im Oktober 1892 verl?sst Hesse die Anstalt Stetten. Daraufhin verbringt er ein paar Wochen in der Knabenanstalt in Basel. Im November geht Hesse nach Bad Cannstatt und besucht dort das Gymnasium. Er beginnt langsam an sich zu arbeiten.
Hermann Hesses Lehrjahre
Mit sechzehn Jahren beginnt Hesse eine Buchh?ndlerlehre, die er jedoch schon nach drei Tagen abbricht. Daraufhin holt ihn sein Vater zur?ck nach Calw, wo er sich jedoch sehr unwohl f?hlt. Hesses Verh?ltnis zu seinem Vater ist schwer gest?rt. Er schreibt ihm einen Brief, in dem er ihn um Geld bittet. Er m?chte nun seine eigenen Tr?ume verwirklichen und nicht das sein, was andere f?r ihn vorgesehen haben.
"...ich f?hlte zu allem, was Ihr aus mir machen wolltet, keine Lust, keine Kraft, keinen Mut. Wenn ich so ohne jedes Interesse an meiner Arbeit Stunde um Stunde im Gesch?ft oder Studium war, ergriff mich der Ekel. (...) Mit Euren Pl?nen, zu denen ich ja gesagt, ist es nichts geworden; darf ich es, ehe ich ins Irrenhaus gehe oder G?rtner oder Schreiner werde, nicht doch einmal mit meinen Pl?nen versuchen."
Hesse nennt seinem Vater allerdings nicht sein Ziel. Er spricht nicht davon, dass er sein Gl?ck als Dichter versuchen will. Sein Vater bleibt seinem Vorhaben gegen?ber skeptisch und traut Hesse keinen Erfolg zu. Hesse entschlie?t sich dann jedoch, in die Calwer Turmuhrenfabrik als Mechanikerlehrling einzutreten. In dieser Zeit ergeht es ihm ?hnlich, wie es Hans Giebenrath w?hrend seiner Mechanikerlehre ergeht. Hesse f?hlt sich nicht mehr nutzlos. Die Arbeit ist zwar hart und anstrengend, aber sie hilft ihm, seine Krise zu ?berwinden. Nach diesem ersten Erfolg seit einiger Zeit entschlie?t sich Hesse, eine Buchh?ndlerlehre zu machen.
1895 geht Hesse nach T?bingen und wird dort vier Jahre lang zum Lehrling in der Buchhandlung Heckenhauer. Schon allein dieser lange Zeitraum zeigt, wie stark sich Hesse in der letzten Zeit ver?ndert hat. Er hat sich jetzt zu einem Beruf entschlossen, den er selbst gew?hlt hat. Das ist wahrscheinlich der entscheidende Punkt, warum Hesse diese vier Jahre in T?bingen bleibt und nicht auch diese Lehre fr?hzeitig abbricht. Die Lehrjahre waren nicht immer sch?n und interessant und eigentlich will Hesse ein Dichter werden, aber er bleibt vorerst bei seiner Arbeit. Die schweren Jahre der Pubert?t und Rebellion sind ?berstanden. Hesse ist erwachsener geworden.
"Die T?binger Jahre bilden eine Zeit strenger Selbsterziehung."
Hesse selbst schreibt zu dieser Zeit: "Es muss jeder selber sorgen, dass er lernt und wird, dass er frei wird und sich das Auge bewahrt f?rs Wahre und Edle."
Er nutzt nach seiner anstrengenden Arbeit jede freie Minute zum Lesen. Er betreibt ein autodidaktisches Studium, in dem er sich haupts?chlich mit Goethe besch?ftigt. Es zeigen sich auch erste kleine dichterische Erfolge. Es werden erste Gedichte von Hesse in Zeitschriften gedruckt. 1898 erscheint seine erste selbstst?ndige Ver?ffentlichung 'Romantische Lieder'.
Hermann Hesse schreibt in einem Brief zu seiner nicht einfachen, aber erfolgreichen Entwicklung folgendes:
"... Ich verlie? Maulbronn, krank und verdorben durch allzu bunte Lekt?re, ich f?hlte mich unverstanden, elend, die Ahnung des Weltschmerzes qu?lte mich - nervenkrank musste ich Bad Boll besuchen. Und da begann innen und au?en ein neues Leben. Nach einigen recht gl?cklichen Wochen musste ich auch Boll verlassen, ganz krank und trostlos, von Selbstmordgedanken gequ?lt. Es war eine Liebesgeschichte. Damals geriet ich in die haltlose, revolution?re, d?stere Stimmung, abwechselnd mit Zeiten der ausgelassensten Lustigkeit, in den grausten Weltschmerz, ich war in Stetten, in Basel, im Winter jenes Jahres kam ich nach Cannstatt. Jetzt erst habe ich allm?hlich wieder Ruhe und Heiterkeit gefunden, bin geistig gesund geworden - von jener b?sen Zeit voll Zorn und Hass und Selbstmordgedanken will ich nimmer sprechen, (...) Jetzt ist diese Zeit vorbei. Immerhin hat sie mein dichterisches Ich ausgebildet; die tollste Sturm- und Drangzeit ist gl?cklich ?berstanden."
Schlusswort
Die Besch?ftigung mit Hermann Hesses Jugendjahren hat mich fasziniert: Die Literatur mit den authentischen und spannenden Zeugnissen war interessant zu lesen. Das ist auch der Grund, warum ich relativ viele dieser Quellen in Form von Zitaten in meine Hausarbeit aufgenommen habe und Hesse damit selbst viel aussagen lie?. Besonders Quellen, die von Hesse selbst stammen, wie sei ne Briefe und Gedichte, bringen seine inneren K?mpfe, sein dichterisches Talent in jungen Jahren und seine bewegenden Auseinandersetzungen mit seinen Eltern zum Ausdruck. Besonders in den Briefen wird klar, wie weit die Zeit, in der Hesse aufw?chst, von unserer modernen heutigen Zeit entfernt ist. (Heute w?rde kein Kind oder Jugendlicher seine Eltern mehr mit 'Sie' ansprechen!) Trotzdem sind seine Probleme in gewisser Weise auf heute ?bertragbar. Viele Jugendliche finden sich darin wieder.
Peter H?rtling schreibt dazu 1977: "Ich war vierzehn oder f?nfzehn, als ich 'Unterm Rad' las. Hier sprach einer das aus, was mich schier erstickte. Er tat es nicht in der distanzierten Sprache der besserwisserischen Erwachsenen, er schien mir vielmehr noch im nachhinein verstrickt, und seine Phantasien glichen den meinen. So habe ich auch andere B?cher Hesses gelesen. Er war mir vertrauter als die meisten Schriftsteller, denn ihm habe ich mich wenigstens einmal, ohne dass ich ihn kannte, anvertrauen k?nnen."
Hesses Schicksal ist aber auch ein hoffnungsvolles Beispiel f?r all diejenigen, die denken, dass es nicht mehr weitergeht unddass es keinen Ausweg mehr gibt. Er kann ein Vorbild sein f?r alle, die sich in einer ?hnlichen Krise befinden. Au?erdem zeigt Hesse, dass man seine eigenen Tr?ume nicht so einfach aufgeben soll, auch wenn alles dagegen spricht. Mit einem starken Willen und viel Selbstbewusstsein, aber auch mit viel Talent, ist es Hesse gelungen, sich durchzusetzen und seinen Traum zu verwirklichen.
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