WWW.REFERATCENTRAL.ORG.UA - Я ТУТ НАВЧАЮСЬ

... відкритий, безкоштовний архів рефератів, курсових, дипломних робіт

ГоловнаІноземна мова - Англійська, Німецька та інші → Friedrich Dürrenmatt - Реферат

Friedrich Dürrenmatt - Реферат

Frauen eingef?hrt.
D?rrenmatt sagte sp?ter, er sei in einem "[gespenstischen] Idyll" (Knapp 3) aufgewachsen. Die l?ndliche Umgebung, die Jugendlekt?re, vermutlich auch die Gedichte seines Gro?vaters waren pr?gend. Sein Gro?vater verfasste Werke, die gegen Kleinb?rgertum und B?rokratismus gerichtet waren. Er musste daf?r sogar einmal eine zehnt?gige Gef?ngnisstrafe absitzen. Bei D?rrenmatt selbst zeigte sich zum ersten Mal der Drang zur Kritik in seinen fr?hen Kabarett-Texten, wo er (tages-)politische Themen aufgriff.
Sein beruflicher Werdegang
In der Zeit des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg bestand gewisserma?en ein "Vakuum" ( Knapp 7) in der deutschsprachigen Theaterwelt. Die wirtschaftliche Not hatte vermutlich eine finanzielle Grundlage f?r das Theater sehr erschwert. Aber die Leere war wahrscheinlich eher dadurch zu erkl?ren, dass sehr viele Autoren ins Exil gegangen waren, die Exilliteratur aber noch kaum bekannt geworden war. D?rrenmatt geh?rte mit zu den ersten einer Gruppe von Autoren, die sich mit der gesellschaftlich- politisch-kulturellen Problematik nach dem zweiten Weltkrieg befassten.
In einem Nachschlagewerk, Drama zwischen Shaw und Brecht (1957), wird D?rrenmatt als die "st?rkste Potenz des deutschsprechenden Theaters unter den Lebenden " (Baenziger 121) bezeichnet. Trotzdem er von den Kritikern und Literaturwissenschaftlern gelobt wurde, war er selbst der Literaturkritik gegen?ber sehr negativ eingestellt. Literaturkritik stellt Anspr?che, nach denen sich "Literatur nur noch studieren, aber nicht mehr machen l?sst" (Geissler 74). Er wollte nicht einzuordnen sein, "[galt] lieber als ein etwas verwirrter Naturbursche mit mangelndem Formwillen" (Geissler 73).
Obwohl sein Werk viele verschiedene Gattungen umfasst, war er am meisten dem Theater verschrieben. "Ich gebe die Literatur zugunsten des Theaters auf" (D?rrenmatt in Der Planet 10). So ist auch sein erstes ver?ffentlichtes Werk ein Theaterst?ck. Obwohl er "jeden Einfluss Kafkas auf seine fr?hen Arbeiten [bestritt]" (Knapp 4), tauchen in seiner ersten ungedruckten Kom?die, die er als 22-j?hriger schrieb, Kafkas Motive von dem Schloss und der Ohnmacht gegen?ber der technologisierten Welt auf. D?rrenmatt befasste sich au?erdem intensiv mit der angels?chsischen Literatur. So wird immer wieder eine Verwandtschaft zu Thorton Wilder betont.
Vor allem aber studierte er die Theatertheorien Bertolt Brechts. ?hnlich wie Brecht m?chte er beim Zuschauer eine Distanz zu dem Geschehen auf der B?hne erzeugen. Groteske Darstellungen sollen die Realit?t verdeutlichen, bildhaft machen, dem Zuschauer durch die ?bertreibung Erkenntnisse erm?glichen. D?rrenmatt pr?gt den Satz, dass den verworrenen und komplexen Zusammenh?ngen des 20. Jahrhunderts nur noch die Kom?die beikommt.
Er unterscheidet sich aber deutlich von Brecht darin, dass er auf der B?hne nicht Weltanschauungen und Ideologien pr?sentieren, noch Theater um eines bestimmten Stiles willen schreiben will. Die Personen in seinen St?cken sind nicht da, um eine Auffassung oder einen Glauben zu zeigen, sondern "die Aussagen sind da, weil es sich in [seinen] St?cken um Menschen handelt, und das Denken, das Glauben, das Philosophieren auch ein wenig zur menschlichen Natur geh?rt" (Geissler 74). Zum Beispiel schreibt er Frank der F?nfte, Oper einer Privatbank, ein St?ck, das zun?chst an die Dreigroschenoper erinnern mag. Doch ist bei D?rrenmatt die Musik nur ein Mittel, den Stoff "kom?dienhaft, theaterf?hig" (Brock-Sulzer 101) zu machen. Sie steht im Hintergrund, anders als bei der konventionellen Oper, auch als bei der Dreigroschenoper. D?rrenmatt experimentiert mit der B?hne, sucht nach neuen M?glichkeiten. Er wird aber nach eigener Aussage sp?ter mit "dramaturgischen Kniffen" immer sparsamer (in Der Planet 9).
Beim Vergleich von D?rrenmatt und Brecht werden schnell weitere deutliche Unterschiede klar. Brecht sieht im Theater eine M?glichkeit, die Gesellschaft zu ver?ndern. Er will, dass der Zuschauer in einer bestimmten Richtung denkt. Seine Lehrst?cke besonders, aber auch die sp?teren Werke haben didaktischen Charakter. Seine Botschaft ist vom Marxismus gepr?gt. So soll das Individuum sich der Gruppe unterordnen. D?rrenmatt bedient sich der epischen Mittel Brechts, verwehrt sich aber gegen eine eindeutig belehrende Dramaturgie im Brechtschen Sinne. Vom Marxismus distanzierte er sich sp?testens nach seiner Russlandreise 1964 eindeutig.
Andererseits beschreibt D?rrenmatt auch seine Position zum klassischen Drama. In einer Theaterkritik ?ber Die R?uber von Schiller beschreibt er dieses heute als wirkungslos, da der Zuschauer nicht mehr erschrecke, sondern klatsche. Die klassische Trag?die bis Schiller habe in ihrer eigenen Zeit noch gelten k?nnen, weil sie eine Welt darstelle, die der Realit?t noch entsprochen habe. Heute m?sse der Autor aber eine List anwenden, damit sich das Publikum Dinge anh?rt, die es eigentlich nicht gerne h?rt. So stellt f?r ihn die "Kom?die eine Mausefalle [dar], in die das Publikum immer wieder ger?t und immer noch geraten wird" (Geissler 75).
D?rrenmatts Bedeutung f?r die Theaterwelt
D?rrenmatt besch?ftigt sich mit dem Protestantismus seines Vaters, studiert aber selbst Philosophie. In seinem Studium st??t er auf Nietzsches Lehre, der gesagt hat, es g?be keine religi?se Bindung mehr. Vermutlich von beiden beeinflusst schreibt D?rrenmatt schon in einem seiner fr?hen Prosawerke: "Ich bin ein Protestant und protestiere. Ich zweifle nicht, aber ich stelle die Verzweiflung dar" (Spycher 33). Er selbst bekennt sich zu seinem Vater, versp?rt eine innere religi?se Bindung. In seinen St?cken geht es auch um Fragen des Glaubens und der Moral, die aber oft verbunden werden mit der Entwurzelung und der depressiven Aussichtslosigkeit der Menschen im 20. Jahrhundert, das durch Wissenschaft, Technologie und Massengesellschaften gepr?gt ist.
D?rrenmatt geh?rt zu den bedeutenden Dramatikern der f?nfziger und sechziger Jahre, die sich noch "um das gro?e Drama...[und] um seine gesamtgesellschaftliche oder gar menschheitliche Relevanz [bem?hen]" (W. Barner 682). Anders als in Deutschland k?nnen die Schriftsteller in der Schweiz sich den Problemen der Zeit aus einer etwas weltumfassenderen Perspektive n?hern. Sie sind nicht so unmittelbar wie ihre deutschen Kollegen von der Schuld ihrer Nation, den Zerst?rungen des zweiten Weltkriegs und dem Holocaust beeinflusst.
D?rrenmatt m?chte dem Zuschauer Zusammenh?nge und Faktenverdeutlichen, ohne ihn dabei in eine eindeutige politische oder ideologische Richtung zu dr?ngen. Er ist ein gesellschaftskritischer Schriftsteller, der an der antib?rgerlichen Kritik der sechziger Jahre teilhat und sich 'literarisch aktiv' an der Politik seiner Zeit beteiligt. Er kritisiert au?erdem das schweizerische Sozialsytem, das Milit?r und das helvetische Moraldenken. In seiner letzten ?ffentlichen Rede bezeichnet er die Schweiz sogar als "Gef?ngnis" (W.Barner 937).
Laut W. Barner begeht D?rrenmatt den Fehler, auch in den siebziger und achtziger Jahren noch "Welttheater inszenieren [zu wollen]" (683). Die Str?mungen der Zeit sind anders und seine Werke werden nicht mehr so erfolgreich aufgenommen, da der Verdacht besteht, er wiederhole seine Ideen nur noch. Es bleibt aber schlie?lich ganz eindeutig festzustellen, dass D?rrenmatt im Laufe seines Lebens einen ganz eigenen Stil entwickelt.
Loading...

 
 

Цікаве