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Frédéric Chopins (Фредерік Шопен) - Реферат

Sein Lehrer Elsner bestrkte Chopin in der Hinwendung zu polnisch nationaler Musik, namentlich zu den polnischen Volkstnzen und -liedern. Deren Merkmale finden sich nicht nur in den stilisierten Tnzen wie Polonaise, Mazurka und Krakowiak, sondern auch in vielen anderen Werken Chopins, die nicht namentlich darauf hinweisen.

Polonaisen, Mazurken und Walzer

Als Pole hat Chopin – wie seine Landsleute Karol Kurpiński und Maria Szymanowska – den heimatlichen Tnzen Polonaise und Mazurka ein Denkmal gesetzt.

Das frheste von Chopin im Druck erhaltene Stck ist eine Polonaise in g-Moll (K. 889) von 1817. Werke dieser Gattung komponierte er immer wieder. Einige Polonaisen ohne Opuszahl sind Jugendwerke, die Chopin spter nicht verffentlichen wollte, weil sie ihm zu schlicht waren. Zunchst orientierte er sich an den Polonaisen Michał Ogińskis, Jzef Elsners, Johann Nepomuk Hummels und Carl Maria von Webers. Seine spteren, in Paris entstandenen Werke dieser Gattung machen sich von den Vorbildern frei. Die meisten von ihnen verfgen (ab op. 26 Nr.1) ber eine kadenzierende Auftaktphrase, welche die Stcke formal gliedert.

Die Mazurka war, anders als die Polonaise, Anfang des 19. Jahrhunderts eine recht neue Gattung der Klaviermusik, die sich aber schnell in ganz Europa etablierte. Chopin hrte Mazurken sowohl in den stdtischen Salons, als auch deren folkloristische Urformen Masur, Kujawiak und Oberek[18] whrend seiner Sommeraufenthalte auf dem polnischen Land. Mit 15 Jahren schrieb er seine erste Mazurka (B-Dur K. 891–895). Stilistische Merkmale seiner Mazurken sind u. a. die Verwendung der Chromatik, modale Wendungen und zuweilen ein Bass mit Quint-Bordun. Ab op.6 (entst. 1830-32) verffentlichte er Mazurken meist in Form von Zyklen, wobei oft das letzte Stck einen gro angelegten Abschluss bildet.

Generell eignen sich Chopins Polonaisen, Mazurken und Walzer nicht zum Tanzen. Sie sind - wie bei einigen anderen Komponisten seiner Zeit - vielmehr oft fr einen virtuosen Vortrag konzipierte stilisierte und poetisierte Tnze in denen nur noch der rhythmische Gestus an die ursprngliche Tanzfunktion erinnert. [19]

hnlich verhlt es sich mit seinen Walzern: Ebenfalls meist in raschem Tempo konzipiert, lassen sich mit diesen Werken keine Runden auf dem Parkett drehen. Chopins Walzer sind fr den Salon komponiert, darauf angelegt, angenehm zu unterhalten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Chopin diese Stcke mit wenigen Ausnahmen in Dur-Tonarten setzte, stehen diese doch nach dem abendlndischen Harmonieverstndnis fr eine freudvollere Stimmung als die Moll-Tonarten. Der berhmte Minutenwalzer ist brigens – anders, als man es hufig hrt – nicht darauf angelegt, mglichst in einer Minute gespielt zu werden. Eine zu groe Hast beim Vortrag verdirbt diese Miniatur. Dieser Walzer ist auch unter dem Namen „Petit chien" bekannt, da Chopin einer berlieferung nach durch den Anblick eines jungen Hundes, der versuchte, seinen eigenen Schwanz zu fangen, zu dem sich stndig um den Ton as drehenden Hauptthema inspiriert worden sein soll.

Etden

Chopins epochale Etden op. 10 und op. 25 sowie die drei postum verffentlichten Werke dieser Gattung widmen sich technischen Problemen, sind aber gleichwohl fr konzertante Auffhrungen geeignet. Chopin betrat hier Neuland. Bisher waren bungsstcke (etwa von Carl Czerny, Muzio Clementi und Johann Baptist Cramer) vorwiegend technisch und pdagogisch orientiert. Im Jahrhundert der Romantik sind nun solche Werke nicht mehr ausschlielich der spieltechnischen Vervollkommnung zugedacht. Chopins Etden sind vielmehr hochexpressive Charakterstcke, in denen Chopin die Ausdrucksmglichkeiten und technischen Voraussetzungen des Klaviers systematisch erforschte und mit ihnen zu einem unverwechselbaren Personalstil gelangte. Auch Franz Liszt und weitere Pianisten seiner Zeit, wie beispielsweise Adolf Henselt und Charles Valentin Alkan, sowie spter Alexander Skrjabin und Claude Debussy sind bei der Weiterentwicklung von Etden hnlich verfahren.

Vergleich der Anfangstakte von J. S. Bach, WTK I, Prludium I, und Fr. Chopin, op.10, Nr.1

Chopins Etden fuen zwar teilweise auf J. S. Bachs Prludien aus dem ersten Teil des Wohltemperierten Klaviers, erweitern aber deren klaviertechnische und harmonische Dimensionen wesentlich. Dieser Zusammenhang und der Unterschied werden deutlich, wenn man beispielsweise Bachs akkordisches C-Dur-Prludium mit der Etde op.10 Nr.1 und Bachs Prludium D-Dur mit op.10 Nr.2 vergleicht.

Chopins berhmte Revolutionsetde (op.10 Nr.12) in c-Moll – eine Melodie in der rechten Hand ber einer technisch anspruchsvollen Sechzehntelbewegung in der Linken – soll anlsslich der Niederschlagung des polnischen Novemberaufstandes 1830 entstanden sein. Beliebtheit erfreut sich auch die Etde op. 10 Nr. 5 in Ges-Dur, die unter dem Beinamen Etde auf den schwarzen Tasten bekannt ist. Dabei ist es aber nur die rechte Hand, die ausschlielich auf den schwarzen Tasten daherwirbelt. In der Sammlung op. 25 fasziniert auch die Nr. 11 in a-Moll sehr (Winterwind): Das choralartige, wehmtige Thema wird kurz vorgestellt und dann von virtuosen Passagen in der Oberstimme begleitet.

Nocturnes 11 gegen 6 und 22 gegen 12 Tne aus Chopins Nocturne Opus 9, Nr. 1: eine rhythmisch freie Ornamentalmelodie schwebt ber einer gleichmigen Begleitung.

Eine andere von Chopin weiterentwickelte Werkgruppe sind die 21 Nocturnes. Er baut mit ihnen auf den Nocturnes des Iren John Field auf, der groen Einfluss auf ihn hatte. Chopins Werke weisen dabei einen greren harmonischen Gehalt, abwechslungsreichere Rhythmik und eine geschmeidigere Melodik auf. Auf Virtuositt wird zugunsten des Gefhlsausdrucks weitgehend verzichtet. Die Melodien orientieren sich deutlich am Stil des Belcanto Gioachino Rossinis und Vincenzo Bellinis. Ab Opus 27 verffentlichte Chopin die Nocturnes durchweg paarweise. Sie sind miteinander durch ihren antithetischen Charakter verbunden.

Prludes

Die 24 Prludes op. 28 sind, wie erwhnt, whrend des Aufenthalts auf Mallorca in ihrer endgltigen Fassung zusammengestellt worden. Robert Schumann fand sie „merkwrdig". Seine Charakterisierung der Prludes erfasst die groe Vielfalt an Ausdruck und Form:

„[...] es sind Skizzen, Etudenanfnge, oder will man, Ruinen, einzelne Adlerfittige, alles bunt und wild durcheinander. Aber mit seiner Perlenschrift steht in jedem der Stcke ‚Friedrich Chopin schrieb's'; man erkennt ihn in den Pausen am heftigen Athmen. Er ist und bleibt der khnste und stolzeste Dichtergeist der Zeit. Auch Krankes, Fieberndes, Abstoendes enthlt das Heft; so suche jeder, was ihm frommt und bleibe nur der Philister weg."[20]

Chopin am Klavier, 1838, kurz vor seiner Reise nach Mallorca

24 Prludes sind es, weil jeder Tonart eines zugedacht ist. Sie sind in der Reihenfolge des Quintenzirkels aufwrts angeordnet, stets im Wechsel der Dur- und der ihr zugehrigen parallelen Moll-Tonart. Bei diesem Gang durch die Tonarten geschieht die enharmonische Verwechslung mit dem Prlude Nr. 14, das Chopin nicht in dis-Moll, sondern in es-Moll notierte. Im kompositorischen Mikrokosmos dieser Prludes findet man den Widerschein zahlreicher anderer Gattungen, so gleichen einige Stcke den Etden, andere den Nocturnes, Trauermrschen und Mazurken. Ihre groe Ausdrucksstrke hat immer dazu verfhrt, ihnen Auermusikalisches zuzuordnen. Typisch dafr ist die Legende von der Entstehung des Prlude Nr. 15 in Des-Dur. Verschiedentlich wird angenommen, er habe es in der Nacht komponiert, in der George Sand mit ihren Kindern wegen eines Unwetters so spt aus Palma zurckgekehrt war und Chopin in verwirrtem Zustand antraf. George Sand kommt auf die Begebenheit zu sprechen:

„Er kam sich vor, als wre er in einem See ertrunken; schwere, eisige Wassertropfen fielen ihm im Takt auf die Brust. Als ich ihn aufhorchen hie, denn man konnte tatschlich den gleichmigen Takt von Tropfen hren, die auf das Dach fielen, bestand er darauf, das nicht gehrt zu haben. Er wurde sogar rgerlich, als ich von Tonmalerei sprach, und verwahrte sich heftig und mit Recht gegen solche einfltigen musikalischen Nachahmungen von akustischen Eindrcken."

– George Sand[12]

Dennoch ist spter dem Prlude Nr. 15 der Beiname Regentropfen-Prlude gegeben worden. Nahezu durch das ganze Stck wird in den Mittelstimmen der Ton as bzw. enharmonisch verwechselt gis in Achteln wiederholt, was an ein gleichmiges Tropfen erinnern mag. Von einer bestimmten Komposition schrieb Sand indessen nicht. Deshalb kmen auch andere Prludes, z. B. das sechste in h-Moll, als Regentropfen-Prlude in Frage. Chopin selbst freilich lehnte die programmatische Unterlegung seiner Werke mit Auermusikalischem ganz allgemein ab.

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