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Frédéric Chopins (Фредерік Шопен) - Реферат

Valldemossa

Im November 1838 bersiedelte George Sand mit ihren Kindern Maurice und Solange nach Mallorca. Der Entschluss beruhte auf rztlichem Rat, denn man erwartete sich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes von Maurice, den eine rheumatische Erkrankung plagte. Aber auch Chopin, der zeitlebens an Tuberkulose litt, erhoffte sich eine Linderung seines Leidens durch ein milderes Klima und schloss sich der Familie an. Maurice erholte sich sichtbar. Fr Chopin stand der Aufenthalt in der Kartause von Valldemossa jedoch unter keinem guten Stern. Die Rumlichkeiten waren zu kalt, und zum unleidlichen Wetter kam hinzu, dass die Mallorquiner gegenber dem nicht verheirateten Paar sehr distanziert blieben. Gleich zu Anfang entwickelte Chopin alle Anzeichen einer Lungenentzndung, wie George Sand spter schriftlich beklagte. Nach dreieinhalb Monaten verlieen Chopin und Sand die Insel am 13. Februar 1839 wieder. So kurz dieser Zeitraum im Verhltnis zu den brigen Jahren erscheinen mag, sowohl Chopin als auch George Sand hatte dieses Ereignis stark mitgenommen. Aber anders als George Sand, die ihr vernichtendes Urteil ber die Mallorquiner gleich in dem Roman Ein Winter auf Mallorca aufarbeitete, reagierte Chopin weniger nachtragend. Der gern zitierte Brief vom 3. Dezember 1838 ber die rztliche Kunst der Mallorquiner ist mglicherweise weniger boshaft gemeint als vielmehr Zeugnis seiner Selbstironie, derer Chopin sich oft bediente, um mit seiner chronischen Erkrankung fertig zu werden.

„Die drei berhmtesten rzte der ganzen Insel haben mich untersucht; der eine beschnupperte, was ich ausspuckte, der zweite klopfte dort, von wo ich spuckte, der dritte befhlte und horchte, wie ich spuckte. Der eine sagte, ich sei krepiert, der zweite meinte, dass ich krepiere, der dritte, dass ich krepieren werde."[10]

Auf Mallorca wurden die 24 Prludes op. 28 fertiggestellt, zu denen das bekannte Regentropfenprlude zhlt. Im Kontext dieses Musikstcks wird gern darauf verwiesen, wie unwohl Chopin sich in der unbehaglichen Umgebung des Klosters gefhlt habe. Ein Brief vom 28. Dezember 1838 belegt diese Annahme. Chopin schrieb an Julian Fontana:

„Nur einige Meilen entfernt zwischen Felsen und Meer liegt das verlassene, gewaltige Kartuserkloster, in dem du dir mich in einer Zelle mit Tr, einem Tor, wie es nie in Paris eins gab, vorstellen kannst, unfrisiert, ohne weie Handschuhe, blass wie immer. Die Zelle hat die Form eines hohen Sarges, das Deckengewlbe ist gewaltig, verstaubt, das Fenster klein, vor dem Fenster Orangen, Palmen, Zypressen; gegenber dem Fenster mein Bett auf Gurten unter einer mauretanischen, filigranartigen Rosasse. Neben dem Bett ein nitouchable, ein quadratisches Klappult, das mir kaum zum Schreiben dient, darauf ein bleierner Leuchter [...] mit einer Kerze, Bach, meine Kritzeleien und auch anderer Notenkram ... still ... man knnte schreien ... und noch still. Mit einem Wort, ich schreibe Dir von einem seltsamen Ort"[11]

Nach George Sand litt Chopin in dieser Zeit fter unter Halluzinationen. Als George Sand mit ihren Kindern aufgrund strmenden Regens erst mitternchtlich von einem Ausflug nach Palma zurckkehrte, sei Chopin vom Klavier aufgesprungen und habe geklagt: „Ach! Ich wusste ja, dass ihr tot seid!" – nur langsam sei ihm die Einsicht gekommen, dass er irrte, dass alle lebten.[12]

Paris und Nohant

Nach der Rckkehr aus Mallorca nahm Chopins Leben einen geregelten Ablauf an. Die Winter waren dem Unterrichten, den gesellschaftlichen Veranstaltungen, dem Kulturleben, den Salons und Chopins wenigen eigenen Auftritten gewidmet, die Sommer verbrachte das Paar bis einschlielich 1846 meist auf George Sands Landsitz Nohant. Dort fand Chopin Zeit und Ruhe frs Komponieren. Er empfing Freunde und beschftigte sich z. B. in Gesprchen mit Delacroix mit sthetischen Fragen. Er studierte dort das Belcanto-Repertoire des 18. Jahrhunderts und Luigi Cherubinis Cours de contrepoint et de fugue.[13] Eine beeindruckende Anzahl von Werken entstand in dieser mit George Sand verbrachten Zeit.

Ende der Beziehung

Die Beziehung zwischen Chopin und George Sand endete 1847. Der Grund hierfr ist nicht eindeutig geklrt. Weder Chopin noch George Sand haben zu ihrer Trennung Stellung bezogen. Bekannt ist, dass George Sand zu der Zeit sehr konfliktfreudig auftrat. Dass ihre Tochter Solange sich dem mittellosen Bildhauer Jean-Baptiste-Auguste Clsinger zugewandt hatte, war Auslser fr Familienstreitigkeiten, bei denen es zu Handgreiflichkeiten zwischen dem Sohn Maurice und Clsinger bzw. der dem Sohn beispringenden Mutter kam. Was im Einzelnen vorgefallen war, ist nicht gesichert, weil es hierber von Seiten George Sands sowie Solanges unterschiedliche Versionen gibt. Chopin, von der Nachricht brskiert, dass Solange sich heimlich verlobt hatte, hielt gleichwohl seine Freundschaft zu ihr aufrecht, was fr George Sand einen unglaublichen Affront darstellte.

Frher Tod Chopins Grab in Paris

Im Laufe des Jahres 1847 verschlechterte sich Chopins Gesundheitszustand ernstlich. Chopins Schlerin Jane Stirling, die bis zum Zerwrfnis Chopins mit George Sand eher im Hintergrund fr Chopin gewirkt hatte, nahm sich nach der Trennung des Paares der Anliegen Chopins an und versuchte dessen immer deutlicher werdende Melancholie zu zerstreuen. Am 16. Februar 1848 trat Chopin letztmals bei Pleyel auf.[14]

Der 1848 ausgebrochenen Revolution entging Chopin durch eine sieben Monate dauernde Reise nach Grobritannien, die Jane Stirling organisiert hatte. Zurck in Paris nahm er seine Unterrichtsttigkeit wieder auf, was ihm wegen seiner nachlassenden Krfte allerdings nur sehr unregelmig gelang.[15]

Chopin starb am 17. Oktober 1849 im Alter von 39 Jahren in seiner Wohnung an der Place Vendme Nr. 12 im Pariser Zentrum, wahrscheinlich an den Folgen der ihn vermutlich jahrzehntelang qulenden Mukoviszidose.[16] Zum Zeitpunkt seines Todes wachten enge Freunde, unter anderem auch George Sands Tochter Solange Clsinger, an seinem Bett. Am darauffolgenden Morgen nahm Jean-Baptiste-Auguste Clsinger Chopin die Totenmaske ab und fertigte einen Abguss von dessen linker Hand an.

Chopin wurde auf dem Friedhof Pre Lachaise beerdigt. Sein Herz wurde auf Chopins Wunsch nach Warschau gebracht und dort in der Heiligkreuzkirche beigesetzt.

Werke

Chopins Hauptwerk ist fr Klavier geschrieben. Das Violoncello ist in vier Kompositionen vorgesehen, im Ende der 1820er Jahre entstandenen Klaviertrio und in der Introduction et Polonaise brillante fr Klavier und Violoncello sowie im gemeinsam mit seinem Cellisten-Freund Auguste Franchomme verfassten Grand Duo ber Themen aus Meyerbeers Oper „Robert der Teufel" und in seiner spten Sonate fr Violoncello und Klavier. Seine wenigen, nicht fr die Verffentlichung bestimmten Lieder erlangten nie die Bedeutung, wie sie beispielsweise die Lieder des gleichaltrigen Robert Schumann erreichten.

Schon in seinem Unterricht bei Elsner war ihm die Oper nahegebracht worden. Er begeisterte sich fr den Freischtz und vor allem fr die italienische Oper. Mit Vincenzo Bellini war er befreundet. Liedformen und kantable Melodien sowie die Verzierungskunst des Belcanto spielten auch von daher in seinen Instrumentalwerken eine groe Rolle. Typisch fr ihn wurde eine ornamentale Melodik, die mit ihrer relativ freien rhythmischen Entfaltung deutlich vom Vokalen mitgeprgt worden ist.

Eine weitere bedeutende Quelle von Chopins Stil war die brillante Virtuosenliteratur. Der Einfluss von Ignaz Moscheles, Friedrich Kalkbrenner, Carl Maria von Weber und vor allem von Johann Nepomuk Hummel sowie der auch bei Elsner ausgebildeten Maria Szymanowska ist nicht zu unterschtzen. An den Werken dieser Komponisten und Pianisten geschult, entwickelte Chopin seinen unverkennbaren eigenen Klavierstil, in dem die Brillanz ein neben dem Ausdruck wichtiger Faktor ist.

Die Analysen Haydn'scher und Mozart'scher Werke und seine Bach-Studien bei Elsner lehrten Chopin konzentrierte und akribische Arbeit an seinen Kompositionsentwrfen. Oft feilte er – wie an seiner Ballade Nr. 1 – mehrere Jahre lang an einem Werk, bevor es endgltige Gestalt annahm. „Er [...] wiederholte und nderte einen Takt hundertmal, schrieb ihn nieder und strich ihn ebensooft wieder aus, um am nchsten Tag seine Arbeit mit der gleichen minutisen, verzweifelten Beharrlichkeit fortzusetzen."[17]

Zur kantablen Melodik und zum virtuosen Klaviersatz seiner Kompositionen kommt eine hochexpressive Harmonik, die souvern mit Chromatik, Enharmonik und alterierten Akkorden umgeht und ganz eigene Wirkungen hervorruft.

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